Am vergangenen Dienstag hat der Jugendhilfeausschuss der Stadt beschlossen 245.000 € für den Erhalt des Netzwerks Bergisch Gladbach zur Verfügung zu stellen. Es ist ein gemeinsamer Beschluss von CDU und SPD. Er war ein wesentlicher Bestandteil unserer zweimonatigen Verhandlungen über den städtischen Haushalt. Zur Gegenfinanzierung werden wir die Automatensteuer für Spielhallen u.ä. erhöhen.

Netzwerk Bergisch Gladbach: Wirksame Hilfe für junge Menschen

Bislang hat der Bund das Netzwerk Bergisch Gladbach mit 270.000 € über das nationale Bildungs- und Teilhabepaket finanziert. Dieses Netzwerk besteht im Wesentlichen aus drei Sozialarbeitern, die in Gronau/Hand, Stadtmitte und Bensberg/Bockenberg Angebote – für junge Menschen in Notlagen – koordinieren. Mit der Stelle in Gronau/Hand wurde zugleich auch der Bestand des Abenteuerspielplatzes in Gronau gesichert. Neben diesen drei Stellen wurde ebenfalls ein Projekt der Kreativitätsschule für Refrath-Frankenforst finanziert.

Diese vernetzte und sozialraumorientierte Arbeit ist sehr wirksam, denn sie erreicht, dass die passenden Angebote junge Menschen auch wirklich erreichen. Wir wissen, dass junge Menschen für das spätere Leben wesentlich besser aufgestellt sind, wenn wir ihnen jetzt unter die Arme greifen und ihnen dabei helfen, mit sozialen und finanziellen Problemen besser fertig zu werden. Und genau das erreicht das Netzwerk Bergisch Gladbach.

Bund lässt die Finanzierung komplett fallen – Kreis duckt sich weg

Ende 2014 stellt der Bund die Förderung dieser wichtigen Arbeit jedoch komplett ein. Unsere Kreistagsfraktion hat beantragt die fehlenden Finanzmittel über den Kreis aufzubringen, aber CDU und Grüne im Kreis wollen sich nicht an dem weiteren Erhalt der Netzwerkarbeit beteiligen. Die Landesregierung von Hannelore Kraft hat zum Glück letzte Woche angekündigt, die Städte nicht im Regen stehen zu lassen, sondern einen Teil der Kosten zu tragen. Bevor jedoch klar ist, wieviel Entlastung uns diese Initiative des Landes bringt, mussten wir schon jetzt die Finanzierung der Projekte sicherstellen.

Alle Mitglieder der SPD-Fraktion wollen die wichtige Netzwerkarbeit fortführen. Deshalb haben wir schon im Kooperationsvertrag mit der CDU festgeschrieben, dass wir sie erhalten wollen.

Gute Arbeit soll weitergehen – wir erhalten das Netzwerk Bergisch Gladbach

Wir werden 2015 das komplette Netzwerk – in vollem Umfang – erhalten. Dabei stehen wir Seite an Seite mit den freien Trägern, die ihrerseits 10 Prozent der anfallenden Kosten stemmen werden.

Die Rettung der Netzwerkarbeit war unser zentrales Ziel für die Haushaltsverhandlungen und wir haben es erreicht. Durch Setzen von Prioritäten und der Suche nach finanziellen Deckungsmöglichkeiten, haben wir es geschafft, die Netzwerke für das nächste Jahr zu retten.