Bergisch Gladbach ist von je her eine Papierstadt. Schon seit dem 16. Jahrhundert wird in unserer Stadt Papier hergestellt. Rund 400 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeiten heute bei der Zanders Paper GmbH und das wollen wir auch weiterhin ermöglichen.

Die Verhandlungen über einen langfristigen Pachtvertrag zwischen der Stadt und der Zanders Paper GmbH ziehen sich jedoch seit Monaten in die Länge. Immer wieder wurde der Pachtvertrag deshalb nur kurzfristig verlängert. „So kann es nicht weitergehen. Denn ohne eine sichere Grundlage kann das Unternehmen nicht investieren sowie keine stabilen Lieferanten- und Kundenbeziehungen aufbauen. Und auch für den Investor wird es mit jeder Woche schwieriger, sein Engagement aufrecht zu erhalten. Für alle Beteiligten, besonders für die Zandrianerinnen und Zandrianer, ist dieser Zustand eine Qual“, betont Klaus W. Waldschmidt (SPD-Fraktionsvorsitzender Bergisch Gladbach).

v.l. Christian Palmer (Technischer Manager), Markus Kaptain (Werksleiter), Klaus Orth (stellv. Vorsitzender SPD-Fraktion), Andreas Ebert (Vorsitzender der SPD Bergisch Gladbach), Tom Olander (Eigentümer), Michael Zalfen (stellv. Bürgermeister/SPD), Frank Stein (Bürgermeister-Kandidat von SPD, Grünen und FDP), Klaus W. Waldschmidt (Vorsitzender der SPD-Fraktion Bergisch Gladbach), Alexander von Heldreich (stellv. Betriebsratsvorsitzender), Taner Durdu (Betriebsratsvorsitzender) und Hans-Günter Wierichs (Leiter Finanzen)
v.l. Christian Palmer (Technischer Manager), Markus Kaptain (Werksleiter), Klaus Orth (stellv. Vorsitzender SPD-Fraktion), Andreas Ebert (Vorsitzender der SPD Bergisch Gladbach), Tom Olander (Eigentümer), Michael Zalfen (stellv. Bürgermeister/SPD), Frank Stein (Bürgermeister-Kandidat von SPD, Grünen und FDP), Klaus W. Waldschmidt (Vorsitzender der SPD-Fraktion Bergisch Gladbach), Alexander von Heldreich (stellv. Betriebsratsvorsitzender), Taner Durdu (Betriebsratsvorsitzender) und Hans-Günter Wierichs (Leiter Finanzen)

 

Die Geschäftsführung von Zanders hat vorgeschlagen, den – als solchen ausverhandelten – Pachtvertrag jetzt noch vor der Kommunalwahl abzuschließen und mit konkret benannten aufschiebenden Bedingungen zu verbinden, die die vertragliche Fixierung der bestehenden Beschlusslage des Rates enthält. Dann können die noch ausstehenden letzten Prüfungsschritte der eingeschalteten Gutachter in Ruhe abgearbeitet werden und die Weichen für Investitionen ins Werk gestellt werden.

SPD stellt Antrag für einen langfristigen Pachtvertrag

„Deshalb beantragen wir für die Ratssitzung am 1. September 2020, den – als solchen ausverhandelten – langfristigen Pachtvertrag mit konkret benannten aufschiebenden Bedingungen jetzt noch vor der Kommunalwahl abzuschließen“, bekräftigt Klaus W. Waldschmidt. Gemeint sind ausdrücklich aufschiebende Bedingungen. Im Antrag hatten wir zunächst fäschlicherweise von auflösenden Bedingungen geschrieben.

Denn trotz der schlechten Rahmenbedingungen konnte die Zanders Paper GmbH eine gute Auftragslage erarbeiten und neue Zukunftsprodukte entwickeln – beispielweise ein besonderes Papier, das Plastikverpackungen ersetzen kann.

Davon konnte sich der Fraktionsvorstand der SPD bei einer Werksbesichtigung am 17. August 2020 überzeugen. In einem persönlichen Gespräch mit Tom Olander (Mehrheitsgesellschafter), Markus Kaptain (Werksleiter), Hans-Günter Wierichs (Leiter Finanzen), Christian Palmer (Technischer Manager), Taner Durdu (Betriebsratsvorsitzender) und Alexander von Heldreich (stellv. Betriebsratsvorsitzender) wurde allerdings sehr deutlich, dass es schon viel zu lange „fünf vor zwölf“ ist.

„Was jetzt nötig ist, ist ein klares Signal der Stadt, der Zanders Paper GmbH eine sichere Zukunft geben zu wollen. Ein Zuwarten über den Wahltermin hinaus ist nicht vertrauensfördernd. Im Gegenteil: Dies nährt die Befürchtung, mancher wolle nach der Wahl „freier“ und nicht zu Gunsten des Unternehmens agieren.

Die SPD sagt: Nicht mit uns! Wir erwarten noch vor der Kommunalwahl verbindliche Festlegungen, um dem Traditionsunternehmen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine gute Zukunft zu sichern. Ansonsten ist die Schließung des Werks eine selbsterfüllende Prophezeiung und Zanders bald nur noch Geschichte“, so Klaus W. Waldschmidt.

Foto: SPD-Fraktion Bergisch Gladbach/Vera Werdes