Jürgen Hefner erläutert den Gladbacher Sozialdemokrat*innen die erfolgreiche Umgestaltung des Steinmüllergeländes.

 

Mehr als 100 Jahre wurden auf dem Steinmüllergelände in Gummersbach erst Papier und später dann Kessel hergestellt. Steinmüller war lange der größte Arbeitgeber der Stadt mit bis zu 5.000 Mitarbeiter*innen weltweit. Als das Werk 2000 geschlossen wurde, war dies für viele Menschen eine Tragödie.
Heute ist aus dieser alten Industriebrache ein neuer und lebendiger Teil der Innenstadt geworden: An der Technischen Hochschule Köln auf dem Campus Gummersbach studieren rund 5.500 Student*innen. Und die Räumlichkeiten sind schon wieder so knapp, dass es Vorlesungen bis um Mitternacht gibt. Hinzu kommen die Veranstaltungslocation Halle 32, die Schwalbe-Arena, ein Einkaufszentrum, ein Kino und vieles mehr.

Wie Konversion gelingen kann

Wie ist die Umgestaltung dieser Industriebrache gelungen? Um dies zu erfahren, sind auf Einladung unserer SPD-Fraktion Bergisch Gladbach rund 45 Sozialdemokrat*innen nach Gummersbach gefahren, um sich mit Jürgen Hefner, dem Technischen Beigeordneten der Stadt, zum Austausch zu treffen.
Bevor er 2015 Beigeordneter wurde, war Hefner 15 Jahre Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Gummersbach mbH, die sich schwerpunktmäßig um die Entwicklung des Steinmüllergeländes kümmert.

Im historischen Besprechungsraum der Firma Steinmüller begann die Veranstaltung mit einem fachkundigen Vortrag von Jürgen Hefner. Anschließend folgte ein ausführlicher Rundgang über das Gelände. Direkt vor Ort erläuterte uns der Beigeordnete, unterstützt von Thorsten Konzelmann, dem Vorsitzenden der SPD-Fraktion Gummersbach, viele spannende Details der Entwicklung dieser 18 Hektar großen ehemaligen Industriebrache.

„Wir haben zu einem sehr frühen Zeitpunkt durch die Schaffung qualitätvoller öffentlichen Plätze und Wege dem Gelände ein Profil vorgegeben, an dem sich die späteren Ansiedler orientieren mussten“, erläuterte Jürgen Hefner der Besuchergruppe.

„Nachdem wir 2018 die Neue Bahnstadt Opladen besichtigt haben, konnten wir uns mit dem Steinmüllergelände in diesem Jahr von einem weiteren gelungenen Konversionsprojekt der Regionale 2010 überzeugen. Dort, wo heute neues Leben pulsiert, gab es wenige Jahre zuvor nur verlassene Industriebrachen. Ich bin davon überzeugt, dass auch die Konversion oder Teilkonversion des Zanders-Geländes im Rahmen der Regionale 2025 zu einem großen Erfolg werden kann“, erörtert unser Fraktionsvorsitzender Klaus W. Waldschmidt.