Die SPD Frak­ti­on ze­ig­te sich sehr ver­wundert, dass in der Vor­la­ge zum Inf­ras­truk­tu­ra­uss­chuss er­ne­ut der Stan­dort Her­mann-Löns-Vi­er­tel für den Re­cyc­ling­hof als bes­ter Stan­dort besc­hri­eben wird. „Die Ver­waltung sche­int de­ut­li­che Sig­na­le aus der Po­litik nicht mehr wahr­zu­neh­men zu wol­len“, so Bri­git­te Schöttler-Fuchs, die di­rekt gewählte Stadträtin. „Mit der SPD wird es dort ke­inen Re­cyc­ling­hof ge­ben. Die Ver­kehrsprob­le­matik ist be­re­its he­ute ein großes Prob­lem in di­eser Um­ge­bung. Wir wer­den nicht zu­las­sen, dass die Bürge­rin­nen und Bürger hi­er noch stärker be­las­tet wer­den“, so Frau Schöttler-Fuchs we­iter.

Die SPD stellt sich hi­er An­si­ed­lungen von nicht-stören­dem Ge­wer­be vor, das ort­snah Ar­be­itsplätze schafft und in Eink­lang mit der Nach­bars­chaft steht. Zu di­esem The­ma la­den zu einer Bürger­versamm­lung ein:

Bri­git­te Schöttler-Fuchs (stellv.Frak­ti­ons­vor­sitzen­de u. Di­rekt­kan­di­datin des Wahl­kre­ises)
Mi­cha­el Zal­fen (stellv. Bürger­me­is­ter u. ver­kehr­spo­litisc­her Spre­cher)
Mir­ko Ko­men­da (Spre­cher Inf­ras­truk­tu­ra­uss­chuss)

Bürger­versamm­lung

Mitt­woch, 15.01.2014, 19.00 Uhr

Gaststätte „Zum Weißen Pferd­chen“
Hand 89
51469 Ber­gisch Glad­bach

Im ge­me­in­sa­men Inf­ras­truk­tur- und Ver­kehr­sa­uss­chuss besc­hließt die CDU mit der FDP gebührens­te­igern­de Re­gelun­gen für we­nige An­li­eger

Kopfschüttelnd ver­ließen die Mitg­li­eder der SPD-Frak­ti­on im Rat der Stadt Ber­gisch Glad­bach den Sit­zung­ssa­al im Klärwerk Be­ning­sfeld. Sie wa­ren ge­rade Ze­ugen einer Gebühre­nerhöhung ge­wor­den, die al­le Bürger von Ber­gisch Glad­bach trifft und für den persönli­chen Vor­te­il von 9 Un­terneh­mern besc­hlos­sen wur­de.

„Es ist uns voll­kom­men un­verständlich, wie in un­se­rem Ge­me­in­we­sen, die ver­me­int­li­chen Prob­le­me einer kle­inen In­te­res­senge­me­ins­chaft von al­len an­de­ren in der Stadt be­zahlt wer­den müssen“, so die ers­te Aus­sa­ge von Kla­us Waldschmidt, Frak­ti­ons­vor­sitzen­der. „Hi­er wird zu Las­ten der All­ge­me­in­he­it eine Pla­nung besc­hlos­sen, die nur eini­gen we­nigen Ge­wer­betre­iben­den nützt und der Bürgers­chaft wer­den die Kos­ten auf­gebrummt“.

Die SPD hat­te zwei Anträge im Auss­chuss ges­tellt. Ers­tens soll­te die Ba­umaßnah­me um 2 Jah­re auf­gesc­ho­ben wer­den, da­mit die Gebühren des Ab­wasser­werkes ke­inen plötzli­chen Sprung nach oben ma­chen. Der zwe­ite Ant­rag war die kos­tengünstigs­te Al­terna­tive zu wählen, da die Ver­waltung und die Po­litik die Auf­ga­be ha­ben, so kos­tengünstig, wie möglich Di­ens­tle­is­tungen und In­vesti­ti­onen ein­zu­ka­ufen.

Be­ide Anträge wur­den mit der Mehr­he­it von CDU und FDP ni­eder­gestimmt.

„Das Ku­ri­oses­te an di­eser Ve­rans­tal­tung ist die Tat­sa­che, dass Herr Schmick­ler zu einer drin­genden Son­dersit­zung ein­ge­laden hat, um dann vor­zusc­hla­gen, den Ba­ube­ginn um ein Jahr zu verzögern. Wa­rum dann nicht di­rekt zwei Jah­re und die Gebühren ble­iben sta­bil. Das „Eisen­bahn­kre­uzung­sge­setz“ ist das Tots­chlag Ar­gu­ment der Ver­waltung se­it 1995. Al­le Bahnübergänge sind aber noch im­mer frei“, so der ver­kehr­spo­litisc­he Spre­cher Mi­cha­el Zal­fen.

Die SPD-Frak­ti­on stellt am 23.09.2013 fol­genden Ant­rag:

Ant­rag zur Rats­sit­zung am 15.10. 2013

Sehr ge­ehr­ter Herr Bürger­me­is­ter,

bit­te neh­men Sie den fol­genden Ant­rag auf die Ta­gesord­nung der Rats­sit­zung vom 15.10.2013.

Der Rat besc­hließt fol­gende Re­solu­ti­on:

Der Rat der Stadt Ber­gisch Glad­bach for­dert den Bürger­me­is­ter auf, sich ge­me­in­sam mit dem Rat am 25.Mai 2014 der Wahl zu stel­len.

Zur Begründung: Eine ge­me­in­sa­me Wahl von Bürger­me­is­ter und Rat ist durch eine Ge­set­zesände­rung be­re­its 2014 möglich. Der am­ti­eren­de Bürger­me­is­ter ver­li­ert da­durch we­der Ein­kommen, noch Ren­te­nansprüche. Gle­ich­ze­itig würde das Amt durch eine höhe­re Wahl­be­te­ili­gung stärker le­giti­mi­ert. Das Ar­gu­ment, la­ufen­de Pro­jek­te müßten noch ab­gesc­hlos­sen wer­den, ist nicht stich­hal­tig. Das wich­tig­ste Pro­jekt, die Gründung eige­ner Stadt­wer­ke in Ber­gisch Glad­bach wird zum 31.12.2013 ab­gesc­hlos­sen. We­ite­re Pro­jek­te sind la­ufen­des Geschäft der Ver­waltung.

Eine Ein­zelwahl kos­tet zu­dem un­verhältnismäßig vi­el Geld, was an an­de­rer Stel­le si­cher bes­ser in­vesti­ert ist.

Mit fre­und­li­chen Grüßen

Kla­us Waldschmidt
Frak­ti­ons­vor­sitzen­der

Mi­cha­el Zal­fen
stellv. Bürger­me­is­ter

Michael Zalfen

Li­ebe Mitbürge­rin­nen und Mitbürger,

wir be­dan­ken uns sehr für Ih­re Stim­men. Die SPD im Rhe­inisch-Ber­gisc­hen Kre­is konn­te um fast 3 Pro­zent­pun­kte zu­legen auf 26,07% der Zwe­its­tim­men.

Wir gra­tuli­eren Herrn Bos­bach zu se­inem Wah­lerfolg und wer­den ihn und die CDU sach­lich und, wenn nötig, kri­tisch zum Woh­le des Rhe­inisch-Ber­gisc­hen Kre­ises und se­iner Bürger beg­le­iten.

Al­len Hel­fe­rin­nen und Hel­fern im Wahl­kampf gilt me­in be­son­de­rer Dank! Sehr vi­ele Mens­chen ha­ben die SPD und me­ine Kan­di­datur mit vi­elen Stun­den eh­re­namt­li­cher Ar­be­it un­terstützt.

Das hat der De­mok­ra­tie gut ge­tan!

Herz­li­chen Gruß und auf Bald,

Ihr Mi­cha­el Zal­fen

Helene HammelrathHe­lene Ham­melrath fe­ier­te ih­ren Auss­tand nach ge­nau 33 Jah­ren und 8 Mo­naten kom­mu­nal­po­litisc­hen Wir­kens im Rat der Stadt Ber­gisch Glad­bach so­wie ih­rer Tätig­ke­it als stell­ver­tre­tene Bürger­me­is­te­rin für fast drei Wahl­pe­ri­oden im his­to­risc­hen Rats­sa­al des Rat­ha­uses Stadt­mit­te mit zahl­re­ic­hen Gästen, da­run­ter auch die Eh­renbürger Franz He­in­rich Krey (ehe­mali­ger CDU-Bun­destag­sabge­ord­ne­te) und Wil­li­bert Krüger.

He­lene Ham­melrath – di­rekt gewählte Ab­ge­ord­ne­te für Ber­gisch Glad­bach und Rösrath in den Land­tag von NRW – gab einen Ausb­lick auf ih­re we­ite­re po­litisc­he Tätig­ke­it in der Lan­despo­litik. Hi­er­bei konn­te sie di­rekt die gu­te Nach­richt verkünden, dass für die Sa­ni­erung des Sport­plat­zes Ste­inb­re­che in Ref­rath 360.000 Euro vom Land NRW zur Verfügung ges­tellt wer­den.

Die Re­de des SPD-Frak­ti­ons­vor­sitzen­den Kla­us Waldschmidt:

Li­ebe He­lene,

wir dan­ken Dir für fast 34 Jah­re kom­mu­nal­po­litisc­hes En­ga­gement mit Herz und Le­idens­chaft.

Du hast den So­zi­al­de­mok­ra­tin­nen und So­zi­al­de­mok­ra­ten in Ber­gisch Glad­bach über drei Jahr­zeh­nte ein kom­mu­nal­po­litisc­hes Pro­fil ge­geben.

Du ze­igst den Mens­chen in un­se­rer Stadt, dass die So­zi­al­de­mok­ra­tie ih­nen zuhört, ih­re Sor­gen ernst nimmt und ih­re In­te­res­sen vert­ritt.

In­tegra­ti­on hast Du nicht in Fens­ter­re­den verkündet, son­dern als Brücken­ba­uerin zu Mig­rantin­nen und Mig­ranten, als Ini­ti­ato­rin des Di­alogs zwisc­hen Kul­tu­ren und Re­ligi­onen ge­lebt.

Ar­be­it­nehme­rin­te­res­sen ste­hen ganz oben auf De­iner po­litisc­hen Agen­da.

Wenn So­lida­rität gef­ragt war – et­wa bei Ankündi­gung von Bet­ri­ebsschließun­gen und dro­hen­den Ent­las­sungen – stan­dest Du im­mer eng an der Se­ite der Bet­ri­ebsräte in Ber­gisch Glad­bach, mit vi­elen Bet­ri­eb­rats­mit­gli­edern pflegst Du fre­und­schaft­li­che Be­zi­ehun­gen.

Wenn es um die Le­bens­be­din­gungen in un­se­rer Stadt geht, so z.B. um den Er­halt von Ar­be­itsplätzen, fin­dest Du aber auch mit Un­terneh­mern eine ge­me­in­sa­me Platt­form zum Han­deln, wie De­in unermüdli­cher Ein­satz für den drin­gend benötig­ten Auto­bahn­zub­ringer zum Ge­wer­be­gebi­et Zinkhütte und zur Ber­gisch Glad­ba­cher In­nens­tadt be­we­ist.

Fast drei Rats­pe­ri­oden warst Du als stell­ver­tre­ten­de Bürger­me­is­te­rin nicht nur Repräsen­tantin der Stadt Ber­gisch Glad­bach, son­dern auch eines Po­litiks­tils, der die Sor­gen von Bürge­rin­nen und Bürgern ernst nimmt und stets um Lösun­gen bemüht ist. Vi­ele Bürge­rin­nen und Bürger, die an eng­stir­ni­gem Ver­waltung­shan­deln zu verz­we­ifeln droh­ten, ha­ben in Dir eine stre­it­ba­re Kämpfe­rin für sach­ge­rech­te Lösun­gen ge­fun­den.

Schwer­punk­te De­ines kom­mu­nal­po­litisc­hen Wir­kens wa­ren Pla­nung und Stad­tent­wic­klung. Mit Ent­schi­eden­he­it hast Du Dich ge­gen „Pla­nun­gen auf Zu­ruf“ ge­wehrt, die der Re­ali­si­erung von Par­ti­kula­rin­te­res­sen di­enen. Le­ider nicht im­mer mit Er­folg. Hätte es für die In­nens­tadt und das Zent­rum Bens­berg, wie von Dir ge­for­dert, vor Ze­iten eine zu­kunftswe­isen­de Rah­menp­la­nung ge­geben, wären un­se­re städte­ba­uli­chen Prob­le­me he­ute ga­ran­ti­ert ge­rin­ger. Über Jahr­zeh­nte hast Du eine he­ra­us­ra­gen­de pla­nung­spo­litisc­he Kom­pe­tenz ge­ze­igt, die nicht nur in un­se­rer Frak­ti­on son­dern auch in Fach­kre­isen aner­kannt ist.

Li­ebe He­lene,

nicht zu­letzt De­in kom­mu­nal­po­litisc­hes En­ga­gemt hat da­zu be­iget­ra­gen, dass Dich die Mens­chen in Ber­gisch Glad­bach und Rösrath als ih­re Vert­re­terin in den Land­tag ent­sandt ha­ben. Das für den Wah­lerfolg benötig­te Vert­ra­uen hast Du Dir über vi­ele Jah­re hart erar­be­itet.

Li­ebe He­lene, Du hast das Di­rekt­man­dat ver­di­ent!

Dass Du jetzt De­ine künfti­ge po­litisc­he Ar­be­it auf die Mit­gestal­tung der Lan­despo­litik kon­zent­ri­eren willst, ze­igt ein­mal mehr, dass Du „ke­ine hal­ben Sa­chen machst“. Auch wenn ich di­es persönlich außeror­dent­lich be­da­uere. so ha­be ich De­ine Ent­sche­idung, De­in kom­mu­nal­po­litisc­hes Man­dat zurückzu­geben, zu ak­zepti­eren. Wir be­ide sind uns da­rin einig, auch künftig un­ser über Jah­re ge­wach­se­nes vert­ra­uens­vol­les Verhältnis fort­zu­set­zen. Als di­rekt gewählte Land­tag­sabge­ord­ne­te wirst Du dem Frak­ti­ons­vor­stand auch we­iter­hin be­ratend zur Se­ite ste­hen. Und so steht es nicht nur in un­se­rem Frak­ti­ons­sta­tut. Ich bin mir si­cher, dass die Ber­gisch Glad­ba­cher Kom­mu­nal­po­litik ihr Fun­da­ment auch we­iter­hin auf De­inen „heißen Draht“ nach Düssel­dorf ba­uen kann.

Li­ebe He­lene,

im Na­men un­se­rer Frak­ti­on, ganz be­son­ders aber auch persönlich, sa­ge ich Dir „Dan­ke“! Dan­ke für die unzähli­gen Stun­den, in de­nen wir uns für un­se­re ge­me­in­sa­men Wer­te und Zi­ele ein­ge­setzt ha­ben.

Dan­ke für die vi­elen Gespräche, in de­nen wir uns aus­ge­ta­uscht ha­ben.

Dan­ke für die Dis­kussi­onen, in de­nen wir um den bes­ten Weg ge­run­gen ha­ben.

Dan­ke für die fast dre­iein­halb Jahr­zeh­nte, in de­nen Du so­zi­al­de­mok­ra­tisc­her Kom­mu­nal­po­litik in Ber­gisch Glad­bach ein Pro­fil ge­geben hast.

Die SPD Frak­ti­on hat zur nächsten Rats­sit­zung den Ant­rag ges­tellt, eine Sat­zung ge­gen die Zwec­kent­frem­dung von Wohn­ra­um zu er­lassen. Vor­bild ist hi­erfür die Sat­zung der Stadt Dort­mund. Ak­tu­ell wer­den ähnli­che Sat­zungen in Köln und Bonn dis­ku­ti­ert. Der Ant­rag ist das Re­sul­tat der Fach­kon­fe­renz „Woh­nen muss be­zahl­bar ble­iben“ vom 8.6.2013. Die Te­il­nehmer wa­ren ans­chließend ause­inan­der ge­gan­gen, um zu prüfen, wie man lo­kal der Zwec­kent­frem­dung von Wohn­ra­um ent­ge­gen­wirken kann. Zi­el ist es, den ma­ximal verfügba­ren Wohn­ra­um zur Verfügung zu stel­len und Spe­kula­ti­onen Ein­halt zu ge­bi­eten. „Ne­ben der Dec­ke­lung von Mi­eterhöhun­gen, wie sie die SPD im Bund ans­trebt, ist di­es ein gu­tes Mit­tel, lo­kal der Zwec­kent­frem­dung von Wohn­ra­um ent­ge­gen­zu­wir­ken, so Mi­cha­el Zal­fen, Bun­destags­kan­di­dat aus Ber­gisch Glad­bach.

Dr. Wolfgang Miegeaus: Kölner Stadt-An­ze­iger, 04. Ju­li 2013

Nach et­li­chen Spar­runden ist von der le­ben­di­gen Spi­elstätte Ber­gisc­her Löwe nur we­nig geb­li­eben. Zu we­nig, bek­la­gen die Mitg­li­eder des Kul­tu­ra­uss­chus­ses. Die nächste Spar­runde ist aber be­re­its ein­geläutet.

Vi­el spi­elt sich auf der Bühne der Stadt im Ber­gisc­hen Löwen nicht mehr ab: Von der le­ben­di­gen Spi­elstätte ver­gange­ner Jah­re ist nach et­li­chen Spar­runden nur we­nig geb­li­eben: eine Hand­voll ein­ge­ka­uf­te The­aterstücke, ein pa­ar Kin­derstücke, da­zu Klas­sik und Ka­barett, die dank Ko­ope­rati­onen we­iter­la­ufen. Zu we­nig, bek­lagten die Mitg­li­eder im Auss­chuss für Bil­dung, Kul­tur, Schu­le und Sport ein­hellig. Und die nächste Spar­runde ist be­re­its ein­geläutet: Der städtisc­he Zusc­huss soll 2014 um we­ite­re 90 000 Euro auf 260 000 Euro gekürzt wer­den, eine Ein­buße von 25 Pro­zent.

„Das Win­terp­rog­ramm ist beschämend und entspricht nicht der Größe, der Be­de­utung und dem An­se­hen der Stadt“, kri­tisi­er­te Wolf­gang Mi­ege, Rats­herr der SPD. „Wir ha­ben dann nur noch zwei The­aterstücke, die di­esen Na­men ver­di­enen.“ Durch die im Ha­us­halt­ssi­cherung­skon­zept besc­hlos­se­nen kon­ti­nu­ier­li­chen Kürzun­gen des The­ate­retats um jährlich zehn Pro­zent sei es der Bürger­ha­us Ber­gisc­her Löwe GmbH, die das Ha­us führt, ka­um noch möglich, eine The­aterp­la­nung zu ers­tel­len.

Die Kürzun­gen ha­be er stets ab­ge­lehnt, we­il durch sie die kul­tu­rel­len Ins­ti­tuti­onen der Stadt in ih­rer Exis­tenz gefährdet würden, ze­ich­ne­te Mi­ege den Ver­la­uf des Tra­uers­pi­el in meh­re­ren Ak­ten nach. „Wir sind jetzt am Ran­de an­ge­langt“, sag­te er und rich­te­te einen drin­genden Ap­pell an al­le Rats­frak­ti­onen, in den Ha­us­halt­sbe­ratun­gen einen Weg zu su­chen, den Bes­tand zu si­chern. „

Zu­vor hat­te Nor­bert Pfen­nings, Geschäftsführer der GmbH, den Ernst der La­ge durch se­inen Be­richt un­terma­uert. Das Prog­ramman­ge­bot, das nur noch sehr we­nige Eigen­ve­rans­tal­tungen ent­hal­te, er­la­ube es künftig nicht mehr, ein Abon­ne­ment für The­ater­be­suc­her zu ver­ka­ufen. Die Klas­sik-Ve­rans­tal­tungen, die man noch im Prog­ramm ha­be, führen re­gelmäßig ho­he Ver­luste ein. Durch einen Spon­sor kann die Re­ihe „Me­is­terkon­zerte“ aber in der Sa­ison 2013/2014 im bi­sheri­gen Um­fang we­iter­la­ufen. „Es ist aber das Letz­te, was wir noch an­bi­eten“, klag­te Pfen­nings. „2014 wer­den wir auch das nicht mehr bi­eten können.“ Durch die Zu­sam­me­nar­be­it mit einem Part­ner und zu­verlässi­gen Kar­tenver­ka­uf ble­ibt auch die Ka­barett­re­ihe „Löwen-Lach-Kul­tur“ un­gesc­ho­ren. Das Sprech­the­ater ist in der nächsten Sa­ison nur noch mit drei Pro­duk­ti­onen im Prog­ramm vert­re­ten, das Mu­sikt­he­ater mit einer Ope­ret­te.

Die Su­che nach Spon­so­ren könne zwar manc­he Lücke füllen, er­setze aber auch ke­inen re­gulären The­ate­retat. Im ver­gange­nen Jahr ha­be zwar der An­te­il der Ver­mi­etun­gen ges­te­igert wer­den können, aber be­son­ders hi­er ha­be man ke­inen Einf­luss auf die Art und Qua­lität der im Bürger­ha­us statt­fin­denden Ve­rans­tal­tungen.

Auch Bir­git Bisc­hoff und Pe­ter Mömkes (be­ide CDU) plädi­er­ten dafür, die Höhe des The­ater­zusc­hus­ses neu zu über­denken, Re­nate Be­isen­herz-Ga­las (Grüne) mach­te sich zunächst für die Hal­bi­erung der Kürzung stark, schloss sich dann aber an.

Kämme­rer Jürgen Mum­dey gab sich prag­ma­tisch und ver­wi­es auf den en­gen Spi­el­ra­um, den das Ha­us­halt­ssi­cherung­skon­zept und der ve­re­in­barte Kor­ri­dor Fre­iwil­li­ger Le­is­tungen las­se. Se­ine Op­ti­onen: „Ent­we­der man knab­bert an al­lem. Das hat man in der Ver­gangen­he­it ge­macht hat. Aber da kom­men Sie an ih­re Gren­zen.“ Oder man spa­re punk­tu­ell, sag­te er, und ließ da­bei una­us­gesp­ro­chen, dass di­es die komp­let­te Schließung einer kul­tu­rel­len Ein­rich­tung zur Fol­ge ha­ben könnte. Oder man fin­de al­terna­tive Eins­parmöglich­ke­it.

Große Verärge­rung hat die Pres­se­mitte­ilung von Lutz Ur­bach in der SPD Frak­ti­on aus­gelöst. „Jetzt ha­ben wir es auch noch schrift­lich. Die Ver­waltung hat­te ke­iner­lei Kon­zepte oder Not­fallpläne, um die Bürger, vor solc­hen Ere­ig­nissen zu schützen. Beschöni­gend wird von einem Jahr­hun­dert­hoc­hwas­ser ge­redet. Da­mit stre­ut man den Mens­chen doch Sand in die Augen. Die letz­ten großen Übers­chwem­mungen li­egen ge­rade zehn Jah­re zurück. Die ers­ten Ein­satzkräfte wa­ren la­ut Pres­se­mit­te­ilung erst 30 Mi­nuten später am Ein­satzort Odent­ha­ler Straße. Man hat sich erst mal in Ref­rath am Klärwerk get­roffen. We­iter wird ge­sagt: „die Fach­le­ute des Ab­wasser­werkes und die Kräfte der Fe­uer­wehr sol­len (das ist eine Zu­kunftsform) an ne­ural­gisc­hen Punk­ten ge­me­in­sam nach einem de­ta­il­li­er­ten Ein­satz­plan ein­ge­setzt wer­den“. Fa­zit, den Plan gibt es noch nicht!“, so Kla­us Waldschmidt, Frak­ti­ons­vor­sitzen­der.

Mir­ko Ko­men­da, Spre­cher im Inf­ras­truk­tu­ra­uss­chuss und And­re­as Ebert ergänzen: „Erst die bla­mab­le Vors­tel­lung von Herrn Schmick­ler in der Öffent­lic­hke­it, der sechs Ta­ge nach den Gründen su­chen muss, dann die Fest­stel­lung, dass es an einem simp­len Re­chen li­egt, der vers­topft ist. Es gibt he­ute simp­le Vor­rich­tun­gen, die wie ein Kamm, die Re­chen auch bei Übers­chwem­mungen re­ini­gen. Wa­rum wur­de auf di­ese Ba­uteile ver­zich­tet, wenn die Ge­fah­ren be­kannt sind?“

We­iter noch ge­hen die Ge­dan­ken von Dr. Pe­ter Win­zen: Die gan­zen Ka­nal­ba­umaßnah­men im Stadt­ge­bi­et ha­ben den Mens­chen sug­ge­ri­ert, dass sie zukünftig­ vor Hoch­was­ser bes­ser geschützt wer­den. Tat­sa­che ist, das Me­is­te ist öko­logisc­her Ver­besse­rung gesc­hul­det und ke­in Hoch­was­sers­chutz. Wir müssen hi­er noch mal die Pri­oritäten dis­ku­ti­eren.“

Auf völli­ges Un­verständnis in der SPD stößt das Ver­halten der Ver­waltung be­im letz­ten Hoch­was­se­rere­ig­nis in der Glad­ba­cher In­nens­tadt.

„In den letz­ten Jah­ren ha­ben wir ho­he zwe­is­telli­ge Mil­li­onen­beträge in den Aus­bau des Ka­nal­netzes und den Schutz vor Hoch­was­ser in­vesti­ert. Den­noch muss­ten wir letz­te Wo­che er­le­ben, dass große Te­ile der In­nens­tadt überf­lu­tet wa­ren, we­il es an Per­so­nal fehlt, welc­hes die Si­ebe fre­ihält. Im Win­terdi­enst wird auf den Wet­terbe­richt ge­ach­tet und die Räum­fahr­ze­uge mit­ten in der Nacht los­gesc­hickt. Exis­ti­ert aber eine Un­wetter­warnung mit­ten am Tag, gibt es ni­eman­den, der sich da­rum kümmert. Da muss­ten die An­wohner sel­ber an­packen. “ So kri­tisi­ert Kla­us Waldschmidt, Frak­ti­ons­vor­sitzen­der der SPD im Rat, die Ere­ig­nisse.

„Es kann nicht se­in, dass so le­ich­tfer­tig mit dem Eigen­tum der Bürger um­ge­gan­gen wird. Die Mens­chen an der Strun­de wer­den ke­ine Ele­men­tars­cha­dens­ver­si­cherun­gen ha­ben, bei dem Ri­siko von Übers­chwem­mung. Hi­er ist Grund­la­genar­be­it zu ver­rich­ten, statt un­sinni­gen Schönhe­its­pro­jek­ten nach­zu­jagen.

Die Form von Mülle­imern und Bänken ist den An­wohnern si­cher nicht so wich­tig, wie ein troc­ke­ner Kel­ler“, so ergänzt Mi­cha­el Zal­fen, um­welt­po­litisc­her Spre­cher.

Die SPD-Frak­ti­on er­wartet aus dem Rat­ha­us ein Kon­zept, wie zukünftig solc­he Schäden ver­hindert wer­den.

Michael ZalfenEine an­ge­reg­te und nicht unk­ri­tisc­he Dis­kussi­on führte die SPD im Rhe­inisch-Ber­gisc­hen Kre­is zum The­ma „So­zi­ales und öko­logisc­hes Woh­nen im Rhe­inisch-Ber­gisc­hen Kre­is – be­zahl­bar und nach­hal­tig“ im Rah­men ih­re Kre­is­parte­ita­ges am ver­gange­nen Sams­tag im Schul­zent­rum Her­kenrath in Ber­gisch Glad­bach.

Den Be­ginn der Dis­kussi­on mach­te Ale­xan­der Rych­ter, Di­rek­tor des Ver­bandes der Woh­nungs- und Im­mo­bili­en­wirt­schaft Rhe­in­land-West­fa­len, der im einem Kurz­re­ferat de­ut­lich macht, dass vor al­lem kle­iner Wohn­ra­um über­te­uert ist und die Mi­eten vor al­lem im Be­re­ich der Ne­ben­kosten ste­igen. Mir­ko The­iner vom Mi­eter­bund for­derte von der Po­litik eine vernünfti­ge Ba­lan­ce zwisc­hen den Kos­ten für die ener­ge­tisc­he Sa­ni­erung zu fin­den; nicht je­de Sa­ni­erung­smaßnah­me müsse bis ins letz­te Op­ti­mum geführt wer­den, wenn da­durch die Mi­et­kosten un­verhältnismäßig stark ste­igen würden.

Für Bun­destags­kan­di­dat Mi­cha­el Zal­fen und den Spre­cher der SPD-Land­tags­frak­ti­on für Ba­uen und Woh­nen und Re­iner Bre­uer, MdL ist klar, dass die SPD auf eine Beg­renzung der Mi­etp­re­iseerhöhung setzt, zu­dem soll­ten die KfW-Prog­ramme für ener­ge­tisc­he Sa­ni­erung bei verlässli­chen zwei Mil­li­ar­den Euro fest­gesc­hri­eben wer­den.

SPD-Kre­is­vorsit­zender Ger­hard Zorn blick­te auf die letz­ten zwei Jah­re er­folg­re­ic­he Vors­tan­dsar­be­it zurück. Als be­son­ders erf­re­ulich stell­te er den Ge­winn des Land­tag­sdi­rekt­man­da­tes durch He­lene Ham­melrath her­vor: He­lene Ham­melrath für den Kre­is und Han­ne­lore Kraft für das Land se­ien ein Ge­winn für die Mens­chen in NRW.

Kri­tisch ging Zorn mit den jüngsten Äußerun­gen der örtli­chen CDU in Ge­richt, die jetzt vor Ort ge­gen die Kos­ten des durch die CDU/FDP-Bun­desre­gi­erung besc­hlos­se­nen Bet­re­uung­sgeld wet­tert: „Wo wa­ren denn die De­legi­er­ten aus dem Kre­is be­im Bun­despar­te­itag? Ha­ben die gesc­hla­fen? Die ein­zig rich­ti­ge Ant­wort ist die Abs­chaf­fung des Bet­re­uung­sgel­des und der Aus­bau der Kin­derbet­re­uung. Das wer­den wir nach einem Re­gi­erung­swech­sel im Sep­tember mit rot-grün in Ber­lin tun. Was die CDU hi­er macht, ist auss­chließlich das Wer­fen von Ne­bel­kerzen.“ Für Zorn ist klar: „Frau Mer­kel ver­sucht sich durch den Wahl­kampf zu kusc­heln, sie macht le­ere Vers­pre­chen, die nach der Wahl nicht ein­gelöst wer­den!“

Zorn ging in se­iner Re­de auch auf den 150sten Ge­burt­stag der SPD in di­esem Jahr ein. Die SPD fühlt sich nach wie vor den Wer­ten Fre­iheit, Gle­ich­he­it und So­lida­rität di­rekt verp­flich­tet. Er erin­nerte an die Re­de des ehe­mali­gen SPD-Re­ich­stagsfrak­ti­ons­vor­sitzen­den Ot­to Wels, der mit den Wor­ten „das Le­ben könnt ihr uns neh­men, die Eh­re nicht“, ge­gen das Ermächti­gung­sge­setzt der Na­zis ges­tellt hat. „Für uns sind di­ese Wor­te auch he­ute noch ein Auft­rag ge­gen al­le al­ten und ne­uen Na­zis zu kämpfen!“, sag­te Zorn un­ter großem App­la­us der De­legi­er­ten.

Die Wah­len zum Vors­tand er­ga­ben fol­gendes Er­gebnis: Vor­sitzen­der Ger­hard Zorn (Ove­rath), stellv. Vor­sitzen­de Be­rit Win­kels (Ber­gisch Glad­bach) und Do­minik La­ufs (Le­ich­lin­gen), Schatz­me­is­te­rin Va­nes­sa Nass­ho­ven-Kro­el­ling (Ber­gisch Glad­bach), Be­auft­rag­ter für Öffent­lic­hke­it­sarbe­it Hin­rich Schip­per (Kürten), Schriftführer Las­se Pütz (Ber­gisch Glad­bach). Als Be­isit­ze­rin­nen und Be­isit­zer wur­den gewählt: André Bat­zer (Rösrath), Karl-He­inz Bec­ker, Jes­si­ca Gwosdz und Di­lara So­ylu (al­le Odent­hal), Erich Dres­bach, Kast­ri­ot Kras­ni­qi, Mi­cha­el Zal­fen und Dr. Kla­us-Ge­org Wey (al­le Ber­gisch Glad­bach), Bo­do Ja­kob (Burs­che­id), Kat­ja Röhse von Cu­be (Ove­rath) und Pet­ra We­ber (Wer­mels­kir­chen).