Einige Menschen haben ein mulmiges Gefühl, wenn sie abends in der Gladbacher Innenstadt unterwegs sind. Andere empfinden die Straßenszene auch tagsüber als unruhiger und aufdringlicher. Gegen diese Gefühle der Unsicherheit wollen die Politik und die Verwaltung gemeinsam etwas tun. Die Bergisch Gladbacherinnen und Bergisch Gladbacher sollen sich gerne in ihrer Stadt aufhalten – egal zu welcher Uhrzeit.
Der Sozial- und Ordnungsdezernent Frank Stein und sein Team haben dem Stadtrat nun ein Konzept für mehr Sicherheit und Sauberkeit vorgelegt, das dieser am 10. Juli beschließen wird. Den Anstoß für dieses Konzept hat der gemeinsame Antrag „Sicherheit und Sauberkeit durch mehr Präsenz und Prävention“ der SPD- und CDU-Fraktionen aus dem Dezember 2017 gegeben.

Klaus Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender„Wir halten dieses Konzept für eine gelungene Kombination aus Prävention und Kontrolle, durch die unsere Stadt insgesamt sicherer und sauberer werden soll“, betont Klaus W. Waldschmidt, Vorsitzender der SPD-Fraktion Bergisch Gladbach.
Im Bereich der Prävention ist der SPD-Fraktion die Neukonzeption und Intensivierung der Straßensozialarbeit in Kooperation mit dem Netzwerk Wohnungsnot und der Caritas Suchthilfe besonders wichtig. Zudem sind wir davon überzeugt, dass die Straßenszene einen zentralen Platz braucht, den sie auch akzeptiert. Wir finden, dass der geplante Standort an der Dr. Robert-Koch-Straße einen Versuch wert ist.
Beim Handlungsfeld Strukturen ist u.a. die Ordnungspartnerschaft der Stadt mit der Polizei unerlässlich. Polizei, Streetworker und Stadtwächter müssen eng zusammenarbeiten, um erfolgreich zu sein. Unserer Fraktion ist es sehr wichtig, dass die Stadtwächter eine entsprechende Qualifikation haben und gut ausgebildet sind. Denn sie müssen in der Lage sein, Konflikte
deeskalierend und besonnen zu lösen.
Im Handlungsfeld Präsenz/Repression halten wir u.a. den Einsatz der Stadtwächter in den späten Abendstunden für ausschlaggebend. Dafür haben sich besonders unsere jungen Fraktionsmitglieder eingesetzt. Sie nutzen selbst oft spätabends Busse und Bahnen, beispielsweise am Busbahnhof, und kennen die Stellen in der Stadt, wo es sich lohnt genauer hinzuschauen und mehr zu kontrollieren.
Die SPD-Fraktion sieht das Konzept für mehr Sicherheit und Sauberkeit als den Beginn eines Prozesses, der nach spätestens zwei Jahren evaluiert werden muss.