Bereits heute mangelt es in Bergisch Gladbach ganz erheblich an bezahlbarem Wohnraum. Zwei wesentliche Aspekte werden diese Verknappung zukünftig noch verstärken:
Schon vor Beginn der Flüchtlingskrise war klar, dass sich Bergisch Gladbach – zusammen mit der ganzen Region rund um Köln – auf steigende Bevölkerungszahlen und damit auch auf mehr benötigtem Wohnraum einstellen muss. Der Kölner „Speckgürtel“ wächst, genauso wie die Stadt Köln selbst.
Der schon vorhandene Mangel an bezahlbarem Wohnraum wird durch die aktuelle Situation jetzt noch verstärkt. Es besteht also dringender Handlungsbedarf!

Die SPD Bergisch Gladbach will deshalb den sozialen Wohnungsbau deutlich stärken. „Eine tragende Säule kann die Rheinisch-Bergische Siedlungsgesellschaft (RBS) sein. Hier sind das Wissen und die Personalkapazität für den notwendigen Wohnungsbau vorhanden“, erläutert Michael Zalfen, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Um den Mangel an preiswertem Wohnraum zu mildern, hat die SPD gestern im Rat einen Antrag zur Aktivierung der RBS mit folgenden Forderungen gestellt:

  1. Herbeiführung eines Ratsbeschlusses, der die Vertreter im Aufsichtsrat der RBS anweist, die Aktivitäten im Wohnneubau deutlich zu verstärken.
  2. Prüfung, wie der Nachweis über zusätzlich notwendiges Eigenkapital vorgenommen werden kann.
  3. Prüfung, welche städtischen Grundstücke für eine Bebauung zur Verfügung gestellt werden können.
  4. Aufnahme von Verhandlungen mit der Aufsichtsbehörde mit dem Ziel, die notwendigen Investitionen aus dem Kreditdeckel herauszurechnen.

Der Antrag wurde zur Beratung in den Haupt- und Finanzausschuss, den Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss sowie den Ausschuss für Soziales, Wohnungswesen, Demografie und Gleichstellung von Mann und Frau verwiesen.

„Wir befürworten ausdrücklich jede Initiative, die mehr bezahlbaren Wohnraum schafft. Nur mit der RBS allein werden wir nicht alles schaffen. Weitere Aktivitäten – auch in einer eigens gegründeten städtischen Gesellschaft sowie mit privaten Investoren – werden wir unterstützen. Die Zeit drängt. Wir wollen Menschen nicht auf Jahre in Turnhallen und Containern unterbringen“, bekräftigt der Fraktionsvorsitzende Klaus W. Waldschmidt.

Hier geht es zum Antrag für bezahlbaren Wohnraum/Aktivierung der RBS.