Bis zum Ende der Ratsperiode 2020 soll ein neuer Flächennutzungsplan erarbeitet werden. Ausgangspunkt aller planerischen Überlegungen sind Prognosen über die künftige Bevölkerungsentwicklung.

„Wir rechnen mit einer stark zunehmenden Bevölkerung bzw. dem Wunsch vieler Menschen, sich in unserer attraktiven Stadt niederzulassen. Wenn keine entsprechende Ausweitung des Wohnungsangebotes stattfindet, müssen wir bei Mieten, Pachten und Kaufpreisen mit weiteren Steigerungen rechnen“, erläutert Berit Winkels, Vorsitzende des Flächennutzungsplanausschusses.

Berit Winkels, Vorsitzende des Flächennutzungsplanausschusses
Berit Winkels, Vorsitzende des Flächennutzungsplanausschusses

„Diese werden letztendlich dazu führen, dass sich normal verdienende Menschen das Wohnen in Bergisch Gladbach nicht mehr leisten können. Es darf zu keiner Verdrängung von Bürgerinnen und Bürgern mit kleinen und mittleren Einkommen kommen. Um solchen Fehlentwicklungen entgegentreten zu können, muss der neue Flächennutzungsplan genügend Reserveflächen aufweisen, die in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zu Bauland werden können“, betont unser Stadtrat Andreas Ebert.

Unser Fraktionschef Klaus W. Waldschmidt benennt die drei Ziele der SPD-Fraktion beim Flächennutzungsplan:

  1. „Wir wollen das grüne Bergisch Gladbach – als attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort an der Nahtstelle zwischen Köln und dem Bergischem Land – erhalten.
  2. Wir wollen so viel Wohnraum zu schaffen, dass die Menschen hier ihre Wohn- und Mietpreise bezahlen können, ohne aus unserer Stadt abwandern zu müssen.
  3. Wir wollen, dass Bergisch Gladbach weiterhin ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleibt und keine reine Schlafstadt wird.“

Die Sozialdemokraten rufen die anderen politischen Parteien auf, sich der Diskussion zu stellen: „Wenn die Parteien diese Herausforderungen nicht entschlossen anpacken, werden alle die Folgen in den kommenden Jahrzehnten zu spüren bekommen. Eine Politik des kleinsten gemeinsamen Nenners tragen wir nicht mit. Wir sind entschlossen, die Diskussion um die besten Lösungen im Stadtrat und vor allem mit den Bürgerinnen und Bürgern ­zu führen“, erklärt Fraktionsvize Klaus Orth.