20171212 MarcelBPT2017 – Marcel Kreutz auf dem Bundesparteitag in Berlin.

Kurz vor der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins am Donnerstag, den 14. Dezember 2017, berichtet der Delegierte des Rheinisch-Bergischen-Kreises, Marcel Kreutz, über den vergangenen Bundesparteitag, der sich auch mit der Erneuerung der Partei beschäftigte.

Wie war die Stimmung unter den Delegierten zum Thema GroKo?  Gab es eine gewisse Tendenz?

Viele Delegierte auf dem Parteitag waren skeptisch, ob wir mit der Union genug Schnittmengen für eine neue GroKo haben. Da fiel dann häufiger die Bemerkung, wir hätten schon in der letzten GroKo alle gemeinsamen Themen abgefrühstückt. Da werden wir jetzt die Gespräche abwarten.

Marcel Kreutz auf dem Bundesparteitag in Berlin.

Wie stellt sich die Bundespartei die Erneuerung „von oben“ vor?

(lacht) Naja, also ich habe den Eindruck, die Erneuerung wurde von Anfang an sehr stark von den Mitgliedern vor Ort gefordert. Und das ist auch richtig so – wir sind hier in Gladbach ja auch schon voll drin. Die Bundespartei startet jetzt den „Compass“-Prozess, in dem in Themenforen neue Antworten auf die Fragen unserer Zeit ausgetüftelt werden sollen. Zudem werden unsere organisatorischen Strukturen hinterfragt. Als Beispiel: Wenn man mal nicht an einer Sitzung des Ortsvereins erscheinen kann, dann gibt es aktuell kaum Möglichkeiten sich einzubringen. Hierfür sollen jetzt Online-Werkzeuge entwickelt werden. Daneben wird in den kommenden Jahren ein neues Grundsatzprogramm erarbeitet. Bei allem geht es im Kern um die Frage „wie muss sich die SPD aufstellen, um auf der Höhe der Zeit zu sein?“.

Was ist dein persönlicher Eindruck der letzten drei Tage?

Es war eine tolle Atmosphäre rund um den Parteitag. Ich merkte, die Frauen und Männern wollen die Partei wieder in Schwung bringen. Und auch, dass es um was ziemlich Ernstes geht. Ein Beispiel: Im letzten Jugendhilfeausschuss unseres Stadtrates haben wir eine Umfrage vorgelegt bekommen, wie hoch die Nachfrage nach Betreuungsplätzen im Offenen Ganztag ist. Der Bedarf ist deutlich höher als das, was wir momentan an Plätzen vorhalten. Ohne, dass der Bund sich da finanziell reinkniet wird die Stadt das aber kaum ausbauen können. Deswegen lohnt es sich, die Ärmel hochzukrempeln. Der Parteitag hat mir da Mut gemacht.

 

 

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