Die AG 60plus des Kreisverbandes SPD Rhein-Berg unter Leitung von Katja Röhse- von Cube hatte am 2. November 2018 eine Fahrt zum Willy Brandt-Forum nach Unkel organisiert, an der rund zwanzig Genossinnen und Genossen, überwiegend aus Bergisch Gladbach, teilgenommen haben.

Herr Charlier, der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, erläuterte uns in einer 1 ½ stündigen Führung durch das Haus die Entstehungsgeschichte des Forums sowie die Bedeutung vieler ausgestellter Bilder, Plastiken und Dokumente, die das Leben von Willy Brandt beleuchten.

Willy Brandt lebte in seiner letzten Lebensphase von 1979 bis zu seinem Tod im Jahr 1992 in Unkel. Er war bis 1987 Vorsitzender der SPD und bis 1992 Vorsitzender der Sozialistischen Internationalen und Abgeordneter des Deutschen Bundestages. Viele Dokumente und Bilder dokumentieren sein Wirken in dieser Zeit.

Einer der Höhepunkte war die Besichtigung seines originalgetreu aufgebauten und ausgestatteten Arbeitszimmers, das ihm die SPD aus Anlass seines 70. Geburtstages geschenkt hatte.

Insgesamt erhielt die Gruppe Einblicke in viele Details aus dem Leben von Willy Brandt und konnte diese mit eigenen Erlebnissen und Erinnerungen verbinden. Als Fazit aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist festzuhalten, dass ein Besuch des Willy Brandt –Forums sehr lohnenswert ist.

Im Anschluss an diesen Teil des Ausfluges hatte die Gruppe die Möglichkeit im Gasthof zur Traube ein Mittagessen einzunehmen, bevor uns Rudolf Dreßler für eine Stunde Rede und Antwort zur Situation der SPD gab.

Der 78-jährige Rudolf Dreßler, ehemaliger parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, langjähriger Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen
(AfA) hielt mit seiner gewohnt direkten Art mit seiner Haltung nicht hinter dem Berg. Er machte seine Kritik an dem Festhalten der SPD an der Großen Koalition insbesondere an sozialpolitischen Entscheidungen fest und plädierte zur Stärkung der eigenen Position für eine gemeinsame Haltung der Parteien SPD, Grüne und Linke.
Seine Haltung fand teilweise Zustimmung, andere Teilnehmer sahen die Zukunft der SPD optimistischer und in dem erneuten Wechsel des Führungspersonals keine Lösung.

Zum Abschluss dankte Katja Röhse- von Cube Rudolf Dreßler für seine Bereitschaft, unserer Einladung zu folgen und für die vielen Diskussionsanstöße zur Weiterentwicklung der SPD.