Zum Vorentwurf des Flächennutzungsplans (FNP) wurde von dem Unternehmen Krüger eine Eingabe eingebracht, mit der die Erweiterung des Gewerbegebietes Zinkhütte nach Süden erbeten wurde. Krüger möchte an dieser Stelle ein Forschungs- und Entwicklungszentrum mit Kindergarten und Parkhaus errichten, um in Bergisch Gladbach den zentralen Standort des Unternehmens zu entwickeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dieser Eingabe wurde durch den Stadtrat teilweise – mit einer deutlichen Verringerung der Fläche, insbesondere der Verschiebung der Grenze nach Norden und dem Wegfall des Anschlusses an die Bensberger Straße im Osten – stattgegeben.
Seitdem gibt es eine Diskussion über den Konflikt zwischen dem vorhandenen ökologischen Wert des Neuborner Buschs und den Entwicklungsbedürfnissen des Unternehmens Krüger.

Fraktionsvorsitzender begründet die Zustimmung der SPD-Fraktion Bergsich Gladbach für den Flächennutzungsplanentwurf.

„Der SPD-Fraktion ist es wichtig, beiden Anliegen möglichst weitgehend gerecht zu werden. Die Fraktion will die bestehenden Arbeitsplätze sichern, die Chance für neue zusätzliche Arbeitsplätze offenhalten und gleichzeitig die ökologischen Belange glasklar prüfen lassen, die uns alle umtreiben“, erläutert der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus W. Waldschmidt.

Die SPD-Fraktion entscheidet sich deshalb für ein faires Verfahren und ermöglicht eine Prüfung der Erweiterungsfläche durch das Land NRW in einem umfangreichen Zielabweichungsverfahren. Die von Krüger beantragte Erweiterungsfläche bleibt darum im FNP.

Dabei sind der SPD-Fraktion folgende Aspekte sehr wichtig:

  • Im Zielabweichungsverfahren prüft das Land NRW, ob Krüger für sein Vorhaben alternative Flächen nutzen kann, ob und in wie weit die ökologischen Qualitäten gefährdet sind und ob das Anliegen des Unternehmens die ökologischen Qualitäten überwiegt.
  • Die wesentlichen ökologischen Anliegen der Bürgerinnen und Bürgern sind bereits Planungsziele des NRW-Regionalplans. Ihre Einhaltung wird vom Land geprüft.
  • Das Unternehmen Krüger kann seine Planungen jetzt in einer belastbaren Form entwickeln, soweit bis sie das Prüfungsverfahren durch das Land NRW durchlaufen können.
  • Wenn die Pläne von Krüger – nach der Prüfung durch das Land – genehmigungsfähig sind, müssen sie im Bebauungsplan-Verfahren erneut der Öffentlichkeit und den politischen Parteien vorgelegt und zur Diskussion gestellt werden. Die Bürgerinnen und Bürgern haben also weiterhin Einflussmöglichkeiten. Dann erst wird endgültig über die Bebauung entschieden. Allerdings wird diese Entscheidung dann auf Grundlage belastbarer Fakten getroffen.
  • Alle Regelungen, die nicht im Bebauungsplan getroffen werden können, können zum Gegenstand des Grundstücks-Kaufvertrags werden. Das betrifft insbesondere die Einhaltung von Vereinbarungen im Wiederverkaufs-Fall.

Bereits beim Vorentwurf des FNP hat die SPD-Fraktion Bergisch Gladbach ihre Position zum Flächenverbrauch geklärt. Es soll nur das Notwendige an zusätzlichem Flächenverbrauch zugelassen werden und Sparsamkeit geübt werden. Dabei stehen die übergeordneten Arbeitsfelder, wie sie im Zehn-Punkte-Programm zum Vorentwurf beschlossen worden sind, im Mittelpunkt. Auf dieser Grundlage soll die qualitätvolle Entwicklung der Stadt Bergisch Gladbach erfolgen.
Diese Forderungen und die Berücksichtigung der ökologischen Qualitäten auch sind Teil der Prüfung des Landes im Zielabweichungsverfahren. Das Land verfügt über den notwendigen Sachverstand und die personellen Möglichkeiten, diese Prüfung sachgerecht durchzuführen. Das Land hat die Expertise, die öffentlichen Anliegen (z.B. die vorhandenen ökologischen Qualitäten) und die Anliegen des Unternehmens Krüger einander gegenüberzustellen. Das betrifft auch und grade die Frage der alternativen Lösungen im Gewerbegebiet Zinkhütte.

Hintergrundinformationen:

Der ökologische Wert des Neuborner Buschs besteht in überörtlichen Qualitäten (Biotopvernetzung, Frischluftschneise, etc.) und örtlichen Qualitäten (Bruchwald im bergischen Bächegebiet). Diese stehen außer Zweifel und sind der Grund, warum die Fläche im Regionalplan als Naturflächen gekennzeichnet sind. Die Flächen befinden sich in einem Landschaftsschutzgebiet. Die ökologischen Ziele, die von den Bürgerinnen und Bürgern vorgetragen werden, sind bereits Planungsziele des Landes NRW im Regionalplan. Insbesondere die Ausweisung im Regionalplan führt dazu, dass die Flächen nicht durch einen einfachen Beschluss des Stadtrates in den Flächennutzungsplan aufgenommen werden können, sondern erst einem umfangreichen Prüfungsverfahren durch das Land NRW unterzogen werden, dem Zielabweichungsverfahren.

Wird die Prüfung nicht bestanden, wird das Land der Stadt die Eintragung der Erweiterungsfläche in den Flächennutzungsplan untersagen. Das Verfahren endet und die Fläche bleibt wie sie ist.

Wird die Prüfung bestanden, dann ist die Erweiterungsfläche in den Flächennutzungsplan eingetragen. Damit das Unternehmen bauen kann, muss dann jedoch erst ein Bebauungsplan geschaffen werden. Der Inhalt dieses Plans wird durch den Rat der Stadt beschlossen. Das heißt, es gibt wesentliche Einflussmöglichkeiten auf den Inhalt der Planung, also auf das, was das Unternehmen tatsächlich bauen darf. Erst mit dem Beschluss des Rates über den Bebauungsplan wird tatsächlich Baurecht für das Unternehmen Krüger geschaffen.

Um tatsächlich bauen zu können muss das Unternehmen darüber hinaus erst noch das Grundstück erwerben. Grundstückseigentümer ist die Stadt Bergisch Gladbach.

v.l.: Dr. Michael Metten (CDU-Fraktionsvorsitzender) und Klaus W. Waldschmidt (SPD-Fraktionsvorsitzender)

 

Zu einer gemeinsamen Pressekonferenz hatten am 12. November 2018 die beiden Fraktionsvorsitzenden Dr. Michael Metten (CDU) und Klaus W. Waldschmidt (SPD) gebeten, um die Entscheidungen ihrer Fraktionen zum Flächennutzungsplanentwurf vorzustellen.

Der FNP-Prozess ist nun auf der Zielgeraden. Nach intensiven Diskussionen, Auswertungen und Bewertungen von 4.435 Stellungnahmen aus der Bürgerschaft zum Vorentwurf in der ersten Öffentlichkeitsbeteiligungsrunde und weiteren 2.360 Eingaben zum finalen FNP-Entwurf in der zweiten Runde sowie zahlreichen Gesprächen mit Bürgerinnen, Bürgern und Bürgerinitiativen liegt nun der neue FNP zur Beschlussfassung vor, über den der Rat der Stadt am 19. November entscheidet. Die nachfolgenden Fragen und Antworten verdeutlichen, warum die kooperierenden Fraktionen von CDU und SPD diesem Werk zustimmen. Sie sollen auch Fehlannahmen begegnen und korrigieren.

  1. Muss es überhaupt einen neuen FNP geben?

Diese Frage wurde und wird uns immer wieder gestellt. Wir beantworten sie mit einem klaren „Ja“. Unsere Stadt braucht die Perspektiven für eine verantwortbare Weiterentwicklung mit Augenmaß. Das kann nur über die Neuaufstellung eines Flächennutzungsplans erfolgen, der für die nächsten Jahrzehnte Bestand hat. Wer den ständig steigenden Mieten und Grundstückspreisen entgegensteuern will, braucht ausgewiesene Wohnbauflächen. Auch die Ausweisung gewerblicher Bauflächen ist für eine prosperierende Entwicklung der Stadt unverzichtbar.

  1. Wird eine Fläche umgehend bebaut, wenn diese Fläche im FNP ausgewiesen ist?

Eindeutig „Nein“! Wer das behauptet, hat keine Sachkenntnis oder schürt bewusst Ängste. Das deutsche Baurecht beruht auf einem strengen Regelwerk. Danach ist der FNP lediglich ein Plan der Bebauungsmöglichkeiten. Anders ausgedrückt: Der FNP ist ein Bauleitplan für die gesamte Stadt, aus dem ersichtlich wird, in welchen Bereichen welche Art von Bebauung möglich werden könnte. Konkret wird es erst, wenn für eine Teilfläche aus dem FNP ein Bebauungsplan (B-Plan) entwickelt wird, um diese dann anschließend bebauen zu können. Dazu ist wiederum eine Vielzahl an städtebaulichen Zielvorgaben zu beachten, die das Baugesetzbuch regelt. So hat eine B-Planung unter anderem Belange des Umweltschutzes, der Nachhaltigkeit, soziale und kulturelle Bedürfnisse, Vorgaben gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse und – ganz wichtig – Belange des Verkehrs zu berücksichtigen. Zu jedem B-Plan-Verfahren ist übrigens eine eigene Bürgerbeteiligung vorgeschrieben. Ein B-Plan-Verfahren kann nur durch die Politik in die Wege geleitet werden. Ohne den sogenannten Aufstellungsbeschluss kann die Verwaltung nicht aktiv werden. Somit muss jeder Bebauungsplan letztlich eine Mehrheit im Rat finden.

III. In vielen Bürgereingaben wurde auch die Befürchtung geäußert, dass eine Zunahme an Neubauten von der bisherigen Verkehrsinfrastruktur nicht aufzufangen sei. Ein nachvollziehbares Argument?

Ja, das ist ein wichtiger Aspekt! Diesen müssen wir bei der möglichen Aufstellung eines jeden B-Plans sehr ernst nehmen und prüfen. Wir haben von Beginn des FNP-Prozesses an mehrfach betont, dass wir nur Bebauungspläne aufstellen werden, wenn zuvor die verkehrliche Situation dem Bauvorhaben angepasst wurde. Es wäre eindeutig ein Verstoß gegen geltende baurechtliche Vorschriften, wenn Wohnsiedlungen erweitert würden, ohne Rücksichtnahme auf die bestehende verkehrliche Situation zu nehmen. Deshalb ist mit Blick in die Zukunft die Optimierung des gesamten Verkehrsnetzes unserer Stadt schon jetzt eine vorrangige Aufgabe, die wir bereits eingefordert haben. Für uns gilt der Grundsatz: Baurecht kann es erst dann geben, wenn die Verkehrsinfrastruktur den zu erwartenden Verkehrsaufkommen vorher angepasst wurde.

  1. Hat es überhaupt eine echte Bürgerbeteiligung am FNP-Prozess gegeben?

Klare Antwort: Die Bürgerbeteiligung ist in allen Phasen des FNP-Prozesses nach Recht und Gesetz verlaufen. Sie war effektiv. Und wir haben sie ernst genommen. Die insgesamt 6.795 Eingaben und Stellungnahmen aus beiden Runden der Öffentlichkeitsbeteiligung sind ein kraftvoller Beleg dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger – ob als Einzelpersonen oder in Zusammenschlüssen – ihre demokratischen Rechte umfassend in Anspruch genommen haben. Zum Teil wurden fundierte, mit Fakten untermauerte und dadurch gut nachvollziehbare Eingaben vorgelegt. In den Fraktionen von CDU und SPD gab es vor diesem Hintergrund für die eigene Meinungsbildung zahlreiche Gespräche mit Bürgerinitiativen, die Wirkung erzielt haben. Im  Entwurf des FNP, der zur Verabschiedung vorliegt, belaufen sich die tatsächlichen Neudarstellungen von Wohnbauflächen nun auf ca. 68 Hektar (im Vorentwurf waren es ca. 180 Hektar) und die der gewerblichen Bauflächen auf ca. 34 Hektar (im Vorentwurf waren es ca. 50 Hektar). Das ist eine deutliche Reduzierung gegenüber der ursprünglichen Darstellung im Vorentwurf. Diese Reduzierung an Flächenausweisungen lässt sich zum einen auf die zum Teil kritischen Eingaben der Behörden und Träger öffentlicher Belange zurückführen, die die Verwaltung zu berücksichtigen hatte. Zum anderen haben die Stellungnahmen der Bürgerinnen und Bürger ebenfalls zu politischen Konsequenzen geführt. Es gab einleuchtende Argumentationen, die die kooperierenden Fraktionen von CDU und SPD aufgegriffen haben, um Flächen herauszunehmen oder zu verändern. Der nun vorliegende finale Entwurf des FNP erlaubt auf der einen Seite Bergisch Gladbach ein behutsames Wachstum über die kommenden Jahre und erhält auf der anderen Seite das metropolnahe Leben und Wohnen im Grünen als Markenzeichen unserer Stadt.

In den Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern hat sich herausgestellt, dass der neue Flächennutzungsplan mehr als ein juristischer Verwaltungsvorgang ist. Die Themen, die zur Sprache gebracht worden sind, gehen weit über das „Bauleitplan-Verfahren“ – wie es im Behördendeutsch heißt – hinaus. Die Bearbeitung dieser Themen ist wichtig und Voraussetzung für die weitere städtebauliche Entwicklung in Bergisch Gladbach. Deshalb haben wir die Themen Verkehr optimieren, bezahlbaren Wohnraum schaffen, Fahrradstraßen schaffen, verdichtetes Bauen in den bestehenden Wohngebieten steuern, Quartiere gestalten, neue Wohnformen fördern, zielgerichtete städtische Statistiken führen und soziale Infrastruktur besser planen, Auswirkungen der Digitalisierung ernst nehmen, Bürgerbeteiligung stärken und Zanders-Flächen schon nach dem Vorentwurf in einem Zehn-Punkte-Programm zusammengefasst und beschlossen. Die Umsetzung wird von den politischen Gremien eingefordert. Daran lässt sich ablesen, dass die Bürgerbeteiligung juristisch und politisch wirksam ist.

  1. Welche Auswirkungen hat der Kauf des Zanders-Areals durch die Stadt auf den FNP?

Um es klar auf den Punkt zu bringen: Der Kauf des Zanders-Areals und der anstehende Beschluss über den neuen FNP sind zwei separate Vorgänge. Der einstimmige Ratsbeschluss der Stadt für den Kauf des gesamten Zanders-Areals diente dem Zweck, der von Insolvenz bedrohten Firma Zanders zu helfen. Durch den raschen Grundstückskauf ist die Firma mit ihren 500 Mitarbeitern in der Lage, die Produktion aufrecht zu erhalten, und hat mehr Zeit, einen neuen Investor zu finden. Ist ein Käufer gefunden, wird in den Fabrikhallen vermutlich weiterhin Papier produziert. Wir unterstützen den Erhalt der Firma Zanders. Erst wenn sich diese berechtigte Hoffnung nicht erfüllen sollte, ergibt sich für die Stadt eine neue Lage. Als Eigentümer der gesamten Fläche haben wir dann die Möglichkeit, das Zanders-Areal städtebaulich neu zu erschließen.

„Ich engagiere mich ehrenamtlich, weil ich mich immer gerne für andere Menschen eingesetzt habe. Mir liegen die Menschen einfach am Herzen“, betont Gerd Neu.

v.l. Gerd und Inge Neu sowie Lutz Urbach (Foto: Anton Luhr)

Unser Gerd Neu ist für sein jahrzehntelanges Engagement für die Kirche, die Politik und den Sport am 27.Oktober 2018 mit der goldenen Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach ausgezeichnet worden. Auf der Feier zur Goldhochzeit von Inge und Gerd Neu sowie zum 70. Geburtstag von Inge hat Bürgermeister Lutz Urbach ihm die Ehrennadel überreicht.

Engagiert hat sich Gerd seit Jahrzehnten als Gewerkschaftsfunktionär und in seiner Kirchengemeinde St. Antonius Abbas. 2003 wurde er in den Kirchenvorstand gewählt und fungiert bis heute im Vorstand.

Auch beim TV Herkenrath gilt Gerd als „Urgestein“. Bereits mit sieben Jahren trat er dem Verein bei. 25 Jahre lang agierte er als Obersportwart und 20 Jahre lang als Oberturnwart der Turn- und Spielabteilung. Von 1999 bis 2010 war er Vorsitzender des TV Herkenrath. Heute ist er weiterhin Ehrenmitglied.

Den Ortsring Herkenrath leitete Gerd mehrere Jahre und setzte sich gemeinsam mit seinem Team für die Herkenrather Bürgerinnen und Bürger ein.

Auch für den Stadtsportverband Bergisch Gladbach war der Herkenrather von 1992 bis 2008 aktiv. 1992 bis 1994 war er Beisitzer und übernahm anschließend die Position des zweiten stellvertretenden Vorsitzenden. Zur Jahrtausendwende wurde er zum ersten Vorsitzenden gewählt.

Bereits seit 1980 ist Gerd für die SPD im Stadtrat engagiert, zunächst als sachkundiger Bürger, seit 1989 als Ratsmitglied. Später kam die Arbeit im Aufsichtsrat der Bädergesellschaft hinzu.

Schon 2010 erhielt Gerd das Bundesverdienstkreuz am Bande wegen seines Engagements in Sport und Politik.

„Gerd ist das Urgestein unserer Fraktion. Seine Erfahrungen und sein Wissen in der Stadtplanung und im Sport sind für unsere Fraktion unverzichtbar. Sein ausgleichendes Wesen und seine Zuverlässigkeit werden von unseren Fraktionsmitgliedern ebenfalls sehr geschätzt. Gerd ist ein Typ „zum Pferde stehlen“, betont Klaus W. Waldschmidt, Vorsitzender der SPD-Fraktion Bergisch Gladbach.

Die LEGO-Bautage im Gemeindezentrum der evangelischen Kirche zum Heilsbrunnen besuchte Vera Werdes für unsere SPD-Fraktion. 21 Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 12 Jahren konnten hier vom 16.-18. Oktober eine LEGO-Stadt nach ihren Vorstellungen bauen.
„Ich war beeindruckt, mit wie viel Kreativität die Kinder und Jugendlichen hier ihre Bauwerke umgesetzt haben. Meine beiden Kinder hätten daran auch viel Spaß gehabt.“, beton unsere Fraktionsgeschäftsführerin.

Der neue geschäftsführende Ortsvereinsvorstand: Andreas Ebert, Lenore Schäfer, Vera Werdes, Benedikt Bräunlich und Kastriot Krasniqi

Vorstandswahlen sind immer etwas Besonderes. Im Vorfeld der Wahl hatten der bisherige Vorsitzende Andreas Ebert und Benedikt Bräunlich ihre Kandidaturen für den Vorsitz der SPD Bergisch Gladbach angekündigt. Sie stellten sich vorab den SPD-Mitgliedern in den verschiedenen Arbeitsgemeinschaften vor. Beide betonten dabei, dass es ein Zeichen von Demokratie sei, wenn es durch diese zwei Kandidaturen nun eine wirkliche Wahl gebe. „Es zeigt, dass die Partei lebt“, fasst Andreas Ebert zusammen.

 

Allein die Tatsache, dass 83 Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten an der Jahreshauptversammlung teilnahmen und durch ihre Stimmen die Zukunft der SPD vor Ort mitgestaltet haben, war ein positives Zeichen. Politikverdrossenheit sieht anders aus. Stattdessen war der Gestaltungswille der Mitglieder ganz deutlich zu spüren. Auch an diesem Abend machten Andreas Ebert und Benedikt Bräunlich deutlich, dass die Partei schon lange nicht mehr so lebendig gewesen sei und beide diese Energie für die kommende Parteiarbeit nutzen wollen.

 

Auf der Jahreshauptversammlung am 11. Oktober setzte sich dann der Amtsinhaber Andreas Ebert durch und ist nun für weitere zwei Jahre Vorsitzender der SPD Bergisch Gladbach. Seine Stellvertreterin und Stellvertreter sind Vera Werdes, Kastriot Krasniqi und Benedikt Bräunlich. Lenore Schäfer wird weiterhin als Kassiererin im Vorstand mitarbeiten. Der neue stellvertretende Vorsitzende Benedikt Bräunlich sieht die Chance, seine „Themenschwerpunkte in die Arbeit des Ortsvereins“ einzubringen. Andreas Ebert wertet das Wahlergebnis als Zeichen an den Ortsvereinsvorstand: „Die Entscheidung der Mitgliederversammlung ist klar: Einigt euch und macht es zusammen!“

 

 

Andreas Ebert überreicht die Ehrenkunde an Gerd Neu.

Gerd Neu wurde eine ganz besondere Ehre an diesem Abend zuteil. Er wurde einstimmig zum ersten Ehrenvorsitzenden der SPD Bergisch Gladbach gewählt. In einer sehr persönlichen Laudatio ging Andreas Ebert neben persönlichen Erlebnissen mit dem Geehrten auch auf die besondere Leistung Gerd Neus ein. Er war schließlich nicht nur Vorsitzender des Ortsvereins Bensberg, sondern führte zusammen mit Dr. Wolfgang Miege (Vorsitzender des damaligen Ortsvereins Bergisch Gladbach), auch die beiden Ortsvereine Bergisch Gladbach und Bensberg im Jahr 1998 zusammen und war auch viele Jahre Vorsitzender des „neuen“ Ortsvereins Bergisch Gladbach. „Ich freue mich außerordentlich über diese Ehrung und bin der Meinung, dass sich die Zusammenlegung der beiden Ortsvereine bis heute bewährt hat“, betont Gerd Neu.

Korrektur: Dr. Wolfgang Miege führte zusammen mit Gerd Neu die beiden Ortsvereine Bergisch Gladbach und Bensberg zusammen.

Text: Sascha Keimer
Bild: Thomas Merkenich

 

Bräutigam Kastriot Krasniqi (links) wird vom Fraktionsvorsitzenden Klaus W. Waldschmidt beschenkt.

Überraschung geglückt… Einen roten Herzballon überreichte der Fraktionsvorsitzende Klaus W. Waldschmidt am Montagabend im Namen der SPD-Fraktion Bergisch
Gladbach.

Der Stadtrat Kastriot Krasniqi hatte nämlich in der vergangenen Woche seine Verlobte Sara geheiratet.

Dazu beglückwünschten ihn die Mitglieder der Fraktion ganz herzlich. Neben dem Herzballon schenkten sie dem Brautpaar noch etwas für das
gemeinsame Sparschwein.

„Meine Frau Sara und ich freuen uns sehr über das großzügige Geschenk meiner Fraktionskolleginnen und Fraktionskollegen. Das war wirklich eine tolle Überraschung!“, freute sich der Bräutigam Kastriot Krasniqi.

Klaus Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender
Klaus W. Waldschmidt, SPD-Fraktionsvorsitzender

Mit dem Kauf der Zanders-Kernflächen bietet sich für die Stadt eine historische Chance. Die zweifellos vorhandenen Risiken erscheinen demgegenüber eindeutig geringer. Nach Abwägung der mit einem Ankauf verbundenen Chancen und Risiken unterstützen wir einen entsprechenden Beschlussvorschlag der Verwaltung.

Ein Ankauf durch die Stadt bedeutet zunächst ein positives Signal für die Fortsetzung der Papierproduktion und den Erhalt der allermeisten noch vorhandenen Arbeitsplätze. In einer extrem zugespitzten wirtschaftlichen Situation ermöglicht der Ankauf ein Atemholen und die Fortsetzung der laufenden Bemühungen um die Gewinnung von Investoren, die an einem Erhalt der Fabrik interessiert sind und das Werk vor der Ausschlachtung bewahren möchten.

Aber selbst wenn diese guten Absichten langfristig nicht tragen sollten, sichert sich die Stadt mit einem Ankauf alle Optionen und eine wesentlich bessere Ausgangslage für alternative Planungen im Innenstadtbereich von Bergisch Gladbach. Mit einem Ankauf schaffen wir nicht nur neue Hoffnungen für die Zandrianer, wir können auch ein neues Kapitel der Stadtentwicklung aufschlagen mit der realistischen Hoffnung, diese dann auch tatsächlich und relativ kurzfristig umsetzen zu können.

Dabei werden uns alle beteiligten Behörden und  fördernde Einrichtungen unterstützen. Selten wollten so viele Menschen und Institutionen Bergisch Gladbach helfen! Auch darin liegen Chancen möglicherweise auftretende Risiken gemeinsam zu vermeiden oder zu verringern.

Auch mit Blick auf den Haushalt sehen wir den Ankauf  als Auftakt und Basis für künftige Strukturverbesserungen, die bestehenden strukturellen Ungleichgewichten entgegenwirken können.

 

Der neue Vorstand der SPD AG 60+: v.l.nr. Dirk Cromme, Volker Schiek, Monika Lindberg, Johann Dülken und Erich Dresbach

Auf der Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft (AG) 60plus der SPD Bergisch Gladbach wurde Volker Schiek zum neuen Vorsitzenden einstimmig gewählt. Er wird vertreten durch Monika Lindberg und Johann Dülken. Die Beisitzer im Vorstand sind Dirk Cromme und Erich Dresbach.
Volker Schiek möchte die erfolgreiche Arbeit Gerd Neus fortsetzen und die Stimme der AG 60plus innerhalb des Ortsvereins sein.

In seiner Dankesrede an Gerd Neu stellte Volker Schiek besonders die jahrzehntelange Arbeit für die beiden Ortsvereine Bensberg und Bergisch Gladbach heraus. Er dankte ihm zudem „für sein Engagement und seine erfolgreiche Tätigkeit“ innerhalb der Arbeitsgemeinschaft und wünschte Ihm Gesundheit, Freude und Muße für die nun neugewonnenen freie Zeit.

Geburtstage muss man feiern und besondere sowieso. In diesem Sinne wurde auch der 70. Geburtstag unseres langjährigen Stadtrates Gerd Neu gemeinsam mit seiner Frau Inge in der SPD-Fraktion Bergisch Gladbach zelebriert.

Seine Fraktionskolleginnen und Fraktionskollegen haben sich für die Einladung mit einem Gutschein für sein grünes Hobby bei ihm bedankt. „Ich freue mich sehr über das Geschenk. Ich möchte den Gutschein in unseren Garten investieren. Zusammen mit meiner Frau Inge will ich ein Hochbeet für selbstgezogene Kräuter anlegen“, so das Geburtstagskind.

Gerd Neu (links) wird von Klaus W. Waldschmidt und seiner Fraktion beschenkt.

„Gerd ist das Urgestein unserer Fraktion. Seine Erfahrungen und sein Wissen in der Stadtplanung und im Sport sind für unsere Fraktion unverzichtbar. Sein ausgleichendes Wesen und seine Zuverlässigkeit werden von unseren Fraktionsmitgliedern ebenfalls sehr geschätzt. Gerd ist ein Typ „zum Pferde stehlen“, betont Klaus W. Waldschmidt, Vorsitzender der SPD-Fraktion Bergisch Gladbach.

Gerd Neu engagiert sich seit 1989 als Mitglied des Bergisch Gladbacher Stadtrates, davor war er von 1984 bis 1989 als sachkundiger Bürger aktiv. Seine politischen Schwerpunkte sind die Stadtplanung und der Sport. Er ist Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Kultur, Schule und Sport sowie planungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Bergisch Gladbach. Zudem ist er Mitglied in den Aufsichtsräten der Bäder GmbH und der Bäderbetriebsgesellschaft sowie Mitglied im Verwaltungsrat des Stadtentwicklungsbetriebes.

Als gebürtiger Herkenrather sind ihm Herkenrath und Herrenstrunden bestens bekannt. Gerd Neu lebt mit seiner Familie in Herkenrath, hat dort 40 Jahre gearbeitet und war 14 Jahre lang Vorsitzender des Turnvereins Herkenrath. Des Weiteren engagiert er sich seit vielen Jahren als Mitglied des Kirchenvorstandes der katholischen Kirchengemeinde St. Joseph und St. Antonius.